Donnerstag, 28. Mai 2009

Orientalische Nacht - WüstenRosen

   Die WüstenRosen mit Tribal Fusion


Hallo Birgit,
habe gerade deinen neuen Eintrag gelesen, dazu wollte ich gerne etwas schreiben.

Was hat Gothic noch mit Bauchtanz zu tun? Für mich ist das ganz viel die Musik und eine ganze Menge von Bewegungselementen, vor allem Schlängel und Arme, so ich sie vor den 90er Jahren kennengelernt und getanzt habe, weich, mit einem Schuss Romantik und Drama. Irgendwie geht es doch darum, im Tanz sich mit "Weiblichkeit" zu verbinden.

Das kann ja alles Möglich sein: Lebensfreude, Anmut, Erotik gibts es ja viel im Bauchtanz, weibliche Power, weibliche Traditionen, Frau als Geheimnis vielleicht eher im Tribal (?), Verführung mag da genauso ihren Platz haben wie die Sorge um das Gelingen des Lebens auf diesem geschundenen Planeten wie in Carolas Tanz.

Ich mag das, wenn Bewegungen aus dem Bauchtanz sich in Richtung Ausdruckstanz entwickeln können, wie es in Schleier- und Säbeltanz und im Tribal schon lange passiert. Dazu gehört für mich auch das Austanzen der "dunklen Seiten" oder anderer Bereiche, die im traditionellen Bauchtanz nicht so zum Ausdruck kommen.

Die Beschäftigung und das Ausdrücken solcher Themen ist vermutlich immer eine Herausforderung - an die Tänzerin wie an das Publikum. Das gilt ja nicht nur für das "Dunkle" - wie die Erfahrungen mit der Melaya zeigen - dieses Naiv-verführerisch ist ja auch nicht so einfach!

Ob das nun Gothic Bellydance oder Bellydance Fantasy heißt, ist mir eigentlich nicht so wichtig. Von daher finde ich solche Experimente einfach spannend und die Verbindung zum Anfang des letzten Jahrhunderts mit den "Roaring Twenties, Burlesque, all den Salomes, Judiths und Mata Haris konsequent und ganz reizvoll. Da hat es ja so eine wilde Experimentierzeit schon mal gegeben.

Um so mehr Spaß macht es dann auch mal wieder klassischen Bauchtanz zu tanzen.

Viele Grüße
Annette

Annette - Mitte - mit den WüstenRosen

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