Heute möchte ich den Yoga-Kurs etwas genauer vorstellen, was unter "Slowdown Yoga" zu verstehen ist, und was so genau diese somatischen Übungen sind.
Was heute als somatische Bewegungen bezeichnet wird, waren zur Zeit meiner Ausbildung zur Tanzlehrerin in den 80er Jahren Elemente aus der Tanztherapie und der Tanzpädagogik, Bewegungen von denen man wußte, daß sie auf die Seele eine wohltuende Wirkung haben. Als Beispiel ....Schütteln ... damit starten wir jeden Kurs und jede Stunde, einfach mal loslassen ....kennt ihr, unten habe ich das nochmal etwas ausführlicher beschrieben ....
Was sind eigentlich somatische Bewegungen?
Der Begriff „somatisch“ begegnet einem im Yoga- und Tanzbereich in den letzten Jahren immer häufiger. Und trotzdem wissen viele Menschen zunächst gar nicht genau, was damit eigentlich gemeint ist.
Das Wort „somatisch“ kommt vom griechischen „soma“ und bedeutet schlicht: der lebendige Körper.
Dabei geht es nicht um den Körper als etwas, das nur „trainiert“ oder von außen geformt wird. Sondern um den Körper, wie wir ihn von innen heraus erleben und spüren.
Somatische Bewegungen richten die Aufmerksamkeit deshalb weniger auf Leistung oder perfekte Formen, sondern vielmehr auf Körperwahrnehmung, Nervensystem und inneres Erleben.
Wie fühlt sich eine Bewegung an?
Wo halte ich Spannung fest?
Was passiert, wenn ich langsamer werde?
Wie reagiert mein Atem?
Wo darf der Körper weicher werden?
Viele somatische Übungen wirken auf den ersten Blick sehr einfach:
schütteln,
pendeln,
atmen,
summen,
rollen,
wiegen,
sanft dehnen oder kleine Bewegungen wiederholen.
Und genau darin liegt ihre Wirkung.
Denn unser Nervensystem reagiert nicht nur auf Gedanken, sondern auch auf Bewegung, Rhythmus, Atmung und Körperempfindungen.
Wenn wir dauerhaft unter Stress stehen, viel sitzen oder ständig funktionieren müssen, bleibt der Körper oft in einer subtilen Anspannung. Viele Menschen merken gar nicht mehr, wie fest sie Schultern, Kiefer, Rücken oder Becken halten.
Somatische Bewegungen helfen dem Körper, aus diesem Zustand langsam wieder herauszufinden.
Der Atem wird tiefer.
Der Körper entspannter.
Deshalb fühlen sich viele Menschen nach somatischen Übungen nicht nur beweglicher, sondern auch ruhiger, geerdeter und mehr bei sich selbst angekommen.
Die Wurzeln somatischer Körperarbeit liegen unter anderem in Körpertherapie, Tanz, Bewegungsforschung und Nervensystemarbeit. Besonders in den 1960er und 70er Jahren entstanden verschiedene Methoden, die den Körper nicht mehr nur mechanisch betrachteten, sondern als lebendiges, fühlendes System.
Heute fließen somatische Ansätze in viele Bereiche ein:
Yoga, Tanz, Meditation, Atemarbeit und moderne Nervensystem-Regulation.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich viele Menschen momentan davon angesprochen fühlen.
Denn in einer schnellen, reizüberfluteten Welt entsteht zunehmend die Sehnsucht nach etwas, das uns wieder zurück in den Körper bringt.
Weniger leisten.
Mehr spüren.
Weniger funktionieren.
Mehr atmen.
Und manchmal beginnt genau dort echte Entspannung.
Mittwochs, 19 - 20 Uhr, 6 Termine, online via zoom
ab 8.7., Kursgebühr: € 60,--
Anmeldung per Email an birgitkalusche@gmx.de

