Birgit Kalusche - Yoga Tanz Projekt - Bauchtanz + Yoga - Online+Ebooks: Beckenboden Yoga: Mehr als nur Anspannen

Sonntag, 27. September 2026

Beckenboden Yoga: Mehr als nur Anspannen

 

Beckenboden Yoga: Mehr als nur Anspannen

Niemand will doofes Beckenbodentraining.

Ja, wir Frauen wissen: Unser Beckenboden wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Und wahrscheinlich haben die meisten von uns irgendwann schon einmal gehört, dass wir ihn trainieren sollten.

Aber oft ist der Blick auf den Beckenboden ziemlich nüchtern.

Da ist dieser Muskel, der vielleicht nicht mehr so gut funktioniert wie früher. Nach Schwangerschaften und Geburten kann er geschwächt sein. Vielleicht gibt es irgendwann Probleme mit der Kontinenz. Oder wir merken einfach, dass unsere Haltung nicht mehr so selbstverständlich aufgerichtet ist wie früher.

Und dann heißt es: Beckenboden anspannen. Anspannen. Noch ein bisschen mehr anspannen.

Aber ist es wirklich so einfach?


Mein eigener Weg zum Beckenboden

Nach meinen beiden Geburten – beide relativ kurz hintereinander – war mein Beckenboden ziemlich mitgenommen.

Mit der Zeit habe ich immer mehr Elemente und Bewegungen gefunden, die mir geholfen haben, meinen Beckenboden zu stabilisieren und wieder besser wahrzunehmen.

Und irgendwann wurde mir klar: Der Beckenboden ist viel mehr als ein einzelner Muskel, den man trainieren kann.

Unser Beckenboden besteht aus verschiedenen Muskelschichten. Gleichzeitig ist er mit dem Becken, den Knochen und dem Bindegewebe verbunden. In unserem Becken liegen wichtige Organe wie Blase und Gebärmutter – alles hängt miteinander zusammen.

Deshalb möchte ich den Beckenboden nicht isoliert betrachten.

Ich möchte das ganze Becken mit einbeziehen.


Ein dynamischer Beckenboden

Für mich gehört deshalb zum Beckenbodentraining nicht nur das Anspannen.

Wir müssen auch wieder loslassen können.

Ein gesunder, lebendiger Beckenboden darf dynamisch sein: Er kann anspannen, wenn wir Stabilität brauchen – und er kann entspannen, wenn wir loslassen.

Dafür brauchen wir zunächst einmal Wahrnehmung.

Wie fühlt sich mein Becken eigentlich an?

Wie stehe ich?

Wie bewege ich mich?

Wo halte ich fest?

Und wo könnte ich etwas mehr loslassen?

Eine ganz alltägliche Situation hat mir das einmal besonders deutlich gemacht.

Ich war mit meinem Hund unterwegs und kam immer wieder an einem Schaufenster vorbei. Eines Tages schaute ich zufällig hinein und sah meine eigene Haltung.

Hm. Du hast auch schon mal gerader gestanden.

Zuerst dachte ich an meinen Rücken.

Aber dann begann ich ein bisschen zu experimentieren – und stellte fest: Es war gar nicht in erster Linie mein Rücken.

Es war mein Beckenboden.

Diese Erfahrung hat mir noch einmal gezeigt, wie eng Beckenboden, Becken und Haltung miteinander verbunden sind.


Was hat Yoga damit zu tun?

Hier kommt für mich Yoga ins Spiel.

Im Yoga wird der Bereich des Beckenbodens auch mit dem Wurzelchakra verbunden – mit unserer Verbindung zur Erde und mit unserer Lebensenergie.

Das eröffnet noch einmal eine andere Perspektive.

Der Beckenboden hat nicht nur eine körperliche Funktion. Er bildet gewissermaßen die Grundlage unserer Haltung: Wie stehe ich? Wie gehe ich? Wie bewege ich mich durch die Welt?

Und damit geht es nicht nur um gesundheitliche Aspekte wie die Kontinenz.

Es geht auch um Körperwahrnehmung, Aufrichtung, Stabilität und darum, wie ich mich selbst in meinem Körper erlebe.


30 Jahre Yoga und 40 Jahre Bauchtanz

Wenn ich heute auf meinen eigenen Weg schaue, dann fließen hier viele Erfahrungen zusammen:

30 Jahre Yoga und Yogaunterricht, 40 Jahre Bauchtanzunterricht und mehr als 60 Jahre Frau sein.

Im Bauchtanz spielt der Beckenboden ebenfalls eine große Rolle. Viele Bewegungen entstehen aus dem Becken, und gerade dort können wir unglaublich viel wahrnehmen und entdecken.

Vor einiger Zeit habe ich deshalb bereits ein Konzept für Bauchtanz und Beckenboden entwickelt. In den Sommerferien haben wir dieses Konzept gemeinsam ausprobiert und verschiedene Aspekte miteinander verbunden.

Jetzt möchte ich diesen Weg noch einmal aus einer anderen Perspektive weiterführen:

Beckenboden und Yoga.

Dabei möchte ich nicht nur einzelne Muskeln trainieren, sondern den gesamten Bereich betrachten – körperlich, in der Bewegung und auch aus yogischer und energetischer Sicht.


Beckenboden Yoga: Mehr als nur Anspannen

Vier Wochen Beckenboden Yoga

Ich möchte mit einem kleinen Einstieg beginnen.

In den Herbstferien starte ich deshalb einen vierwöchigen Beckenboden-Yoga-Kurs.

Wir beschäftigen uns mit vier einfachen, aber wichtigen Schritten:

Spüren.
Wahrnehmen.
Stabilisieren.
Loslassen.

Dabei möchte ich meine Lieblingssequenz aus verschiedenen Beckenboden-Elementen mit euch ausprobieren und schauen, was passiert, wenn wir den Beckenboden nicht als isolierten Muskel betrachten, sondern als Teil unseres gesamten Beckens und unserer Körperhaltung.

Und wenn Interesse besteht, entsteht aus diesem Kurs vielleicht anschließend mehr.


Beckenboden Yoga – 4-Wochen-Herbstkurs

Dienstags, 18:00–19:00 Uhr
Start: 13. Oktober
4 Termine, online via zoom
Kursgebühr: € 35,--

Ein Einstieg in die Welt von Beckenboden und Yoga – mit Bewegung, Wahrnehmung und einem ganzheitlichen Blick auf unser Becken.

Wenn du Lust hast, deinen Beckenboden einmal von einer anderen Seite kennenzulernen, bist du herzlich eingeladen.

Nicht noch mehr anspannen.
Sondern spüren, verstehen und bewegen.


melde dich bei mir an birgitkalusche@gmx.de

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